Last Second Schock für Nürnberg Falcons

Last Second Schock für Nürnberg Falcons

Nürnberg – Die Nürnberg Falcons haben am Samstagabend eine weitere schmerzhafte Niederlage hinnehmen müssen. Gegen den Tabellenzehnten der ProA, die Hamburg Towers, zeigte die Mannschaft von Coach Ralph Junge über weite Strecken eine solide Vorstellung. Nach einem zwischenzeitlichen 11 Punkte-Rückstand kämpfte sich das Team im Schlussviertel aber zurück. Der Sieg war zum Greifen nah, doch am Ende waren es die Gäste aus der Hansestadt, die das Spiel mit der Schlusssirene mit 68:70 für sich entschieden.

Es war die mit Abstand bitterste Niederlage für die Nürnberg Falcons im bisherigen Saisonverlauf. Ohne den verletzten Dan Oppland nahmen es die Mittelfranken am 22. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA mit den Hamburg Towers auf. Diese kamen mit den zwei Ex-Nürnbergern Mario Blessing und Enosch Wolf an den Berliner Platz, zu Spiel 2 des „Frühlingserwachens“. Die rund 800 Fans im BBZ sahen eine ausgeglichene Anfangsphase. Hamburg war physisch überlegen, machte aber zu wenig aus den daraus resultierenden Chancen. Nürnberg hielt mit vollem Einsatz dagegen und ging durch Josh Young nach sechseinhalb Minuten mit 10:9 in Führung. Diante Watkins legte von außen nach (13:12), die Towers konterten aber postwendend in Person von Anthony Canty (13:15). Nach zehn Spielminuten lagen die Hanseaten 15:17 vorne. Im zweiten Viertel war Nürnberg dann über weite Strecken das aktivere Team auf dem Feld. Angefeuert von einer tollen Kulisse gelang früh ein 8:0-Lauf, der die Falcons 25:19 in Front brachte. Gegen Ende der ersten Halbzeit kamen die Towers aber wieder heran und konnten die Partie kurz vor der Pause ausgleichen (33:33).

Nürnberg Falcons erneut glücklos

Das dritte Viertel war dann das bis dato punktereichste an diesem Abend (20:27). Hamburg war tonangebend, traf hochprozentig und erspielte sich so nach 28 Minuten eine 9 Punkte-Führung (48:57). Für die mitgereisten Fans nur eine schöne Momentaufnahme, da Nürnberg in Person von Diante Watkins postwendend antwortete und wieder auf 53:57 verkürzte. Beim Stand von 53:60 ging es dann in den Schlussabschnitt. Hier passierte anfangs nicht sehr viel. Hamburg konnte die Führung minimal vergrößern (55:66), bevor die Nürnberg Falcons – angeführt von Andre Calvin und Kapitän Schröder – einen furiosen 13:0-Lauf auf das Parkett zauberten und 51 Sekunden vor Schluss 68:66 führten. Dann war es wie so oft: Die Mittelfranken verloren den Ball und der Gegner konnte ausgleichen (68:68). Es roch nach Verlängerung. Doch Hamed Attarbashi hatte andere Pläne, die er seinen Spielern 0,9 Sekunden vor dem Ende in einer Auszeit mitteilte. Enosch Wolf lief sich frei und schloss per Alley-oop Dunk krachend zum 68:70 ab. Das Spiel war vorbei und die Zuschauer im BBZ wie gelähmt.

„Der Frust ist riesig“

Ralph Junge war nach der Partie bedient und machte aus seiner Enttäuschung auf der Pressekonferenz keinen Hehl. „Wir haben heute ein gutes Spiel abgeliefert, uns aber am Ende zum x-ten Mal selbst um den verdienten Lohn gebracht. So haben wir es erneut verpasst, dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher zu kommen. Der Frust ist riesig.“ Am kommenden Wochenende sind die Nürnberg Falcons doppelt in fremder Halle gefordert. Die Gegner heißen Kirchheim und Heidelberg.

Punkteverteilung Nürnberg Falcons BC: Watkins 22 Pts., Young 13 Pts., Schröder 12 Pts., Calvin 7 Pts., Bennett 6 Pts., Sanders & Njei je 4 Pts., Zinn 0 Pts.

Key-Stats Nürnberg Falcons BC: Offensiv-Rebounds 7 (+1), Defensiv-Rebounds 22 (-5), Assists 9 (+/-0), Steals 8 (+2), Turnover 9 (-7), Blocks 4 (+1), Fouls 18 (+2)

Die ausführlichen Stats gibt es hier.

(Fotos by Sportfoto Zink)