NBBL: Top4 2017 ohne Nürnberg Falcons

NBBL: Top4 2017 ohne Nürnberg Falcons

Frankfurt/Nürnberg – Die Nürnberg Falcons haben Spiel 3 der Playoff-Serie gegen Eintracht Frankfurt/Fraport Skyliners am Sonntag mit 70:60 (32:22) verloren. Nach einem frühen Rückstand kämpften sich die Mittelfranken zurück in die Partie und boten den Gastgebern einen tollen Fight. In einer packenden Schlussphase hatten diese dann aber das bessere Ende für sich. Damit zieht Frankfurt ins Playoff-Viertelfinale ein.

Zu Beginn der Partie waren die Hausherren die aggressivere Mannschaft, was sich vor allem beim Rebound und dem Zug zum Korb zeigte. Immer wieder attackierten Isaac Bonga und Co. die Zone der Falcons. Auch von außen lief es gut bei Frankfurt und Beni Aumeier nahm nach dem 8:3 für Frankfurt seine erste Auszeit. Die Anweisungen die er gab, fielen bei seinen Spielern auf fruchtbaren Boden und im weiteren Verlauf des ersten Viertels klappte dann mehr bei den Mittelfranken. Nach zehn Spielminuten führte Frankfurt 13:9.

Frankfurt auch zur Pause vorne

Im zweiten Viertel erhöhten die Falcons den Druck in der Defense. Daraus resultierten einige Fastbreak-Punkte, wie die von Manuel Feuerpfeil zur ersten Führung für die Mittelfranken (13:14). Frankfurts Antwort folgte auf dem Fuß in Gestalt eines 8:0-Runs. Da bei Nürnberg mit fortlaufender Spieldauer die Trefferquote rapide sank, zogen die Skyliners so auf 26:14 davon. Die Falcons schienen sich kurz zu schütteln und zeigten dann wieder die gewohnte Zielstrebigkeit in ihren Offensiv-Aktionen. Der Ausgleich war nahe, doch Frankfurt verstand es, die physischen Vorteile weiter geschickt auszuspielen und sich zur Pause eine zweistellige Führung zu erspielen (32:22).

Nürnberg Falcons kommen nicht heran

Nach dem Seitenwechsel waren zunächst die Falcons die tonangebende Mannschaft auf dem Feld. Eine gute Verteidigung und kluge Pässe brachten sie auf 34:28 heran. Doch die Hessen konterten und führten schnell wieder zweistellig. Nürnberg kämpfte, war aber in dieser Phase nicht in der Lage, den Ball im gegnerischen Korb unterzubringen. Nils Haßfurthers Dreipunktspiel zum 45:32 war da bitter nötig. Die Spieler von Beni Aumeier zeigten eine tolle Moral und kamen durch Manuel Feuerpfeil wieder 49:39 heran. Frankfurts Führung hatte jedoch auch nach 30 Minuten noch Bestand (52:39).

Thriller in den Schlussminuten

Das Schlussviertel wurde dann zu einer wahren Achterbahnfahrt für die Nürnberg Falcons und die mitgereisten Fans. Nachdem Ben Gahlert dieses mit zwei erfolgreichen Freiwürfen eröffnete (52:41), entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Teams. Fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war Nürnberg auf drei Zähler dran (58:55) und wieder voll im Spiel. In der Folgezeit boten sich mehrere Chancen zum Ausgleich, doch nach dem 63:60 durch Matthew Meredith kamen die Falcons zu keinem Korbabschluss mehr. Die Skyliners beendeten das Spiel mit sieben Zählern in Serie und gewannen schließlich 70:60. Nürnbergs Kampf wurde nicht belohnt und so endete die tolle Saison der Mittelfranken im Playoff-Achtelfinale.

Coach Beni Aumeier musste nach der Partie viel Aufbauarbeit leisten: „Wir haben uns heute auch ein bisschen selbst geschlagen, was in den zahlreichen Ballverlusten und schlechten Quoten deutlich wurde. Dennoch dürfen wir den Kopf jetzt nicht zu lange hängen lassen, denn wir hatten durchaus unsere Chancen. Der Blick geht nach vorne.“

Punkteverteilung igeko. Nürnberg Falcons BC: Sanders 17 Pts., Haßfurther 13 Pts., Meredith 12 Pts., Feuerpfeil 7 Pts., Gahlert & Ngom je 4 Pts., Radicesci 3 Pts., Handt 0 Pts., Veljkovic & Kwilu DNP

Die ausführlichen Stats gibt es hier.

(Foto by G. Santemiz / www.facebook.com/basketfoto.de)