JBBL: Nürnberg Falcons verpassen Überraschung gegen Jahn München

JBBL: Nürnberg Falcons verpassen Überraschung gegen Jahn München

Nürnberg – Die Nürnberg Falcons warten in der Jugend Basketball Bundesliga (JBBL) weiter auf den zweiten Saisonsieg. Am gestrigen Sonntag musste sich die Mannschaft von Head Coach Nikola Jocic dem Team der TS Jahn München knapp mit 78:88 (44:45) geschlagen geben. Dabei zeigten die Mittelfranken eine ihrer besten Saisonleistungen und mussten einen Großteil der Partie ohne ihren Trainer auskommen. Nach einem Comeback im zweiten Viertel konnten sie die Partie lange offen gestalten, bis der Favorit aus München in der Schlussphase alles klar machte. Dennoch war es ein Achtungserfolg für den Falken-Nachwuchs, der am kommenden Sonntag zum letzten Vorrundenspiel bei den Tornados Franken antreten muss. 

Respekt ja, Angst nein – so lautete die Marschrichtung der Nürnberg Falcons vor dem Duell mit Jahn München. Die Mannschaft aus der Landeshauptstadt kam mit vier Siegen und einer Niederlage auf dem Konto in die Noris, wohl wissend, dass man den Falcons in dieser Partie individuell und physisch überlegen sein würde. Entsprechend gingen die Münchener auch zu Werke. Die Falcons hielten vom Tip-Off an mit viel Kampf dagegen, lagen nach zehn Spielminuten aber mit acht Punkten zurück (20:28). Im zweiten Viertel pendelte sich der Vorsprung der Gäste im zweistelligen Bereich ein. München attackierte in schöner Regelmäßigkeit den Falken-Korb und bekam dabei einige Fouls und Freiwürfe zugesprochen. Nürnbergs Trainer war unzufrieden und machte seinem Ärger bei einer strittigen Sprungball-Entscheidung der Schiedsrichter lautstark Luft. Diese verwarnten Jocic und gaben ihm innerhalb kürzester Zeit zwei technische Fouls. Die Falcons standen ohne Trainer da und so übernahm Kapitän Florian Freitag die Rolle eines Spieler-Trainers. Es schien wie ein Weckruf zu sein, denn fortan war Nürnberg das tonangebende Team auf dem Feld. Der Jahn-Vorsprung war schnell egalisiert und zur Pause waren die Falcons bis auf einen Zähler herangekommen (44:45).

Falcons-Fight wird nicht belohnt

Nach dem Seitenwechsel mussten beide Teams dem hohen Tempo der ersten Hälfte Tribut zollen. München kam dabei aber nicht davon ab, immer wieder hart die Nürnberger Zone zu attackieren. Die Falcons hielten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und schönem Team-Basketball dagegen. Lief der Ball schnell, lief es auch gut bei den Hausherren. Leider ließ man dabei einige Chancen liegen und geriet zum Ende des dritten Viertels wieder mit 60:67 in Rückstand. Doch an diesem Tag war vieles möglich und so waren Zuschauer und Team guter Dinge, das Spiel im Schlussabschnitt noch einmal drehen zu können. Doch die Gäste aus der Landeshauptstadt hatten etwas dagegen und drückten nun wieder verstärkt aufs Tempo. Die Falcons sahen nach und nach ihre Felle davonschwimmen, warfen aber in der Schlussphase noch einmal alles in die Waagschale – ein tapferer Fight, der am Ende aber leider nicht belohnt werden sollte. Auch, weil aus der Distanz kaum ein Wurf sein Ziel fand und die Konzentration mit fortlaufender Spieldauer immer mehr abnahm. Schlussendlich gewann die TS Jahn München mit 78:88. Die ausführlichen Stats gibt es hier

Sonntag, 11. November, „Auswärtsspiel“ bei den Tornados

Trost und viel Applaus gab es nach dem Spiel für das Team der Nürnberg Falcons, das sich nach einer solchen Leistung nicht vor der Relegation-Runde zu fürchten braucht. Doch soweit ist es bekanntlich noch nicht. Am kommenden Sonntag um 11.00 Uhr, sind die Falken bei den Tornados Franken in der Paul-Moor-Schule zu Gast, zum letzten Vorrundenspiel. Dann wieder mit Nikola Jocic an der Seitenlinie: „Es geht nächste Woche um zwei wichtige Punkte, die man in die Relegation mitnehmen kann. Wir werden bereit sein und hoffen, dass uns möglichst viele Zuschauer bei diesem Spiel unterstützen werden. Die Jungs haben das verdient.“ Die Tornados verloren zeitlich mit 65:44 bei der IBAM und haben nun zwei Siege und drei Niederlagen auf dem Konto. Somit hätten die Falcons die große Chance, durch einen Sieg mit ihnen gleichzuziehen.

(Foto by Sportfoto Zink)