Nürnberg Falcons verlieren in Karlsruhe 86:70

Nürnberg Falcons verlieren in Karlsruhe 86:70

Nürnberg/Karlsruhe – Dämpfer für die Nürnberg Falcons in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Am Samstagabend zog die Mannschaft von Head Coach Ralph Junge bei den PS Karlsruhe LIONS mit 86:70 (37:37) den Kürzeren. Nach einem starken Beginn verloren die Mittelfranken mit zunehmender Spieldauer immer mehr Rhythmus und Fokus und brachten im Schlussabschnitt kaum noch etwas Zählbares zu Stande. Die Lions hingegen spielten sich in einen Rausch und gewannen verdient ihr drittes Saisonspiel. 

Die Partie begann verheißungsvoll. Sebastian Schröder und Co. ließen im ersten Viertel einen wahren Dreierregen auf die verunsicherten Lions herabfallen. Und ehe man sich versah, führten die Falcons zweistellig (11:21). Chancen, den Vorsprung auszubauen gab es zu Hauf, doch ein ums andere Mal standen sich die Nürnberger dabei selbst im Weg, verloren den Ball oder die Übersicht. Karlsruhe nutzte das eiskalt aus und kam nach zehn Minuten auf 21:23 heran. 

Pausen-Sirene stoppt Lions

Der zweite Durchgang begann aus Falken-Sicht suboptimal. Davonte Lacy netzte von außen zur ersten Karlsruher Führung des Abend ein (24:23).  Kahron Ross legte nach traf mit einem Layup zum 26:23. Die Partie drohte zu kippen. Und so fiel den mitgereisten Fans ein großer Stein vom Herzen, dass Ishmail Wainright mit fünf Punkten in Folge wieder für etwas Entlastung sorgte (26:29). Auch Nils Haßfurther zeichnete sich in dieser kritischen Phase mit wichtigen Korbabschlüssen aus. Die 26:34-Führung war aber trotzdem bald dahin und man musste aus Falcons-Sicht froh sein, dass die Pausen-Sirene den Lauf der Lions stoppte (37:37). Selbst war man dazu in dieser Phase nämlich nicht in der Lage. 

Nürnberg Falcons geht die Luft aus

Im dritten Viertel sahen die Zuschauer dann eine sehr zerfahrene Begegnung mit teilweise haarsträubenden Fehlpässen auf beiden Seiten. Robert Oehle war auffälligsten Akteur bei den Falcons, die mit der Viertelsirene das 56:53 durch Davonte Lacy hinnehmen mussten. Im Schlussabschnitt ging die Lions-Show dann weiter. Jeder Wurf schien sein Ziel zu finden, während die Falcons sichtlich angezählt waren. Jonathan Maier konnte dreieinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit noch einmal auf 74:66 verkürzen, doch nach der darauffolgende Lions-Ausszeit traf Filmore Beck kaltschnäuzig zum 77:66. Kahron Ross tat es ihm gleich (80:66) und langsam aber sicher musste auch der optimistischste Falcons-Fan einsehen, dass hier nichts mehr zu holen sein würde. Am Ende gewannen die PS Karlsruhe Lions mit 86:70. 

„Glückwunsch an Karlsruhe. Sie haben heute mehr investiert als wir und dieses Spiel am Ende verdient gewonnen. Wir konnten indessen nicht an die Leistung gegen Kirchheim anknüpfen und man sah, dass uns heute einfach die körperliche als auch mentale Frische gefehlt hat. Wir hatten dennoch unsere Chancen, konnten die aber nicht nutzen und so verliert man ein solches Spiel mit 16 Punkten“, konstatierte Falcons-Coach Ralph Junge nach der Partie. Die ausführlichen Stats gibt es hier.

Punkteverteilung Nürnberg Falcons BC: Oehle 21 Pts., 11 Rbds., Schröder 12 Pts., Wainright 10 Pts., Pongó 9 Pts., Kent 7 Pts., Maier 6 Pts., Haßfurther 5 Pts., Sanders & Meredith je 0 Pts.

Key-Stats Nürnberg Falcons BC: Offensiv-Rebounds 8 (-5), Defensive-Rebounds 26 (+5), Assists 15 (-3), Steals 8 (+2), Turnover 21 (-8), Blocks 2 (+2), Fouls 19 (-6)

(Foto by Sportfoto Zink)