JBBL: Wichtiger Heimsieg in der Relegation

JBBL: Wichtiger Heimsieg in der Relegation

Nürnberg – Erster Relegationserfolg für die Nürnberg Falcons! Gegen das Team des USC Freiburg holten die Mittelfranken am Sonntagnachmittag ein hartumkämpftes 80:72 (31:37). Nach einer schwachen ersten Hälfte drehte die Mannschaft von Trainer Nikola Jocic nach dem Seitenwechsel auf und konnte sich zu Beginn des Schlussviertels entscheidend absetzen. Ein sportlich und moralisch wichtiges Erfolgserlebnis im letzten Heimspiel des Kalenderjahres 2018. 

Der 2. Advent im Dürer-Gymnasium. Nach zwei Niederlagen standen Nürnbergs Basketball vor dem Spiel gegen den USC Freiburg mächtig unter Druck, geht es doch bereits um eine möglichst gute Ausgangslage für die Playdows. Im ersten Viertel machten die Gastgeber aber zu wenig aus ihren Größenvorteilen und waren beim Ballvortrag und dem Ausblocken zu sorglos. So egalisierten sich beide Mannschaften in den ersten, sehr temporeichen fünf Spielminuten (11:12). Trainer Nikola Jocic konnte nicht zufrieden sein, zumal seinen Spielern zu viele leichte Fehler unterliefen. Freiburg schlug daraus zwar nur selten Kapital, führte eine Minute vor dem Ende des ersten Viertels dennoch mit 15:18. Diese Führung konnte bis zur Viertelpause auch verteidigt werden (17:20).

Freiburg baut Führung aus

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wuchs diese sogar auf neun Punkte an (19:28). Von den Falcons kam in dieser Phase zu wenig. Gleichzeitig landeten weiterhin zu viele Offensiv-Rebounds in den Händen des USC. Nürnbergs Spieler schienen sich der Bedeutung dieser Partie nicht bewusst zu sein und nicht zuletzt deshalb bat Nikola Jocic nach 13 Spielminuten zu einer wichtigen Auszeit. Es folgte ein 8:2-Lauf seiner Mannschaft, der durchaus noch höher hätte ausfallen können. Doch man stand sich allzu oft selbst im Weg. Freiburg war das Recht und so zogen die Gäste zur Pause wieder auf sechs Zähler davon (31:37). 

Momentum bei den Nürnberg Falcons

Halbzeit 2 eröffneten die Nürnberg Falcons mit ihrem ersten erfolgreichen Dreier des Tages zum 34:37. Und dieser schien Spieler und Zuschauer gleichermaßen zu beflügeln. Nürnberg hatte jetzt Rückenwind und nutzte ihn, die Partie nach 24 Spielminuten auszugleichen (42:42). Es war jetzt ein offener Schlagabtausch und dank starker Defense und kontrollierter Offense waren es die Gastgeber, die das Momentum auf ihre Seite ziehen konnten. So gelang es, sich erstmals an diesem Nachmittag deutlicher abzusetzen (55:47). Drei Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels lag Nürnberg 59:51 vorne und war auf dem Weg zur Vorentscheidung. Umso ärgerlicher war dann jedoch der Freiburger Buzzerbeater zum 59:53-Anschluss. 

Besseres Ende für Jocic-Truppe 

Der Start ins Schlussviertel gab dann wieder Anlass zur Freude. Schnell setzten sich die Hausherren zweistellig ab und schienen nun endlich Herr der Lage zu sein. Rebound- und Verteidigungsleistung stimmten und so rückte der ersten Relegationssieg immer näher. Freibug steckte aber nicht auf und stemmte sich mit allen Kräften gegen die drohende Niederlage. Und die Breisgauer schafften es tatsächlich, drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit auf sechs Punkte (71:65) und 47 Sekunden vor dem Ende auf vier Punkte (74:70) heranzukommen. Die Falcons wackelten gehörig, hatten in der entscheidenden Phase aber das Glück auf ihrer Seite und gewannen mit 80:72. 

„Das war eine Partie, die beispielhaft für den bisherigen Saisonverlauf steht. Wir sind uns oft selbst im Weg und verbauen uns damit viele Chancen. Über die hohe Anzahl an Turnovern wird ebenso zu reden sein wie über das schwache Rebound-Verhalten. Nichtsdestotrotz bin ich sehr froh über diesen Sieg. Danke an die Eltern und die Zuschauer für die tolle Unterstützung“, sagte Falcons-Trainer Nicola Jocic nach dem Spiel. Weiter geht es am 16. Dezember in Ludwigsburg.  Ausführliche Stats gibt es hier

Für die Nürnberg Falcons spielten: Trummeter, Gebel, Jenko, Heil, J. Därr, Mittermeier, Cotoulas, Glahn, Sorgin, Freitag, ten Weges, Heid