Nürnberg Falcons verpassen Überraschung gegen Rostock

Nürnberg Falcons verpassen Überraschung gegen Rostock

Nürnberg – Bittere Heimniederlage für die Nürnberg Falcons. Gegen die ROSTOCK SEAWOLVES zeigten die Mittelfranken am Samstagabend eine sehr reife und kämp- ferisch starke Leistung, konnten sich am Ende aber nicht dafür belohnen. Stattdes- sen holte der Tabellendritte der BARMER 2. Basketball Bundesliga einen 16 Punkte- Rückstand auf und gewann mit 73:76 (40:34). In der Tabelle bleiben die Falcons, bei denen Ishmail Wainright mit 26 Punkten und 17 Rebounds überragte, auf Tabellenplatz 9 und müssen nächste Woche nach Heidelberg.

Sie haben toll gespielt. Sie haben toll gekämpft. Doch am Ende standen Nürnbergs Basketballer mit leeren Händen da. Vor der Partie gegen Rostock machte die Nachricht die Runde, dass man kurzfristig auf Robert Oehle verzichten müsse. Und tatsächlich, der 2,09 Meter große Kapitän nahm in Straßenklamotten auf der Bank Platz. Tags zuvor ist er beim Training umgeknickt. An Spielen war somit nicht zu denken. Das Datum seiner Rückkehr ist aktuell völlig offen. So mussten es seine Teamkameraden richten. Nürnberg begann mit Marcell Pongó, Marvin Omuvwie, Jackson Kent, Ishmail Wainright und Moritz Sanders und konnte im ersten Viertel an die starke Leistung gegen Hamburg anknüpfen. Vor al- lem Ish Wainright sprühte vor Energie und Spielfreude. Er erzielte zehn Punkte und brachte den Rostocker Korb dabei mehrfach zum Beben. So lagen die Falcons nach zehn Minuten mit 24:18 in Front.

Nürnberg Falcons ziehen auf 16 Punkte davon

In Viertel 2 spielten sich die Hausherren dann zwischenzeitlich in einen Rausch, getragen von den knapp 800 Zuschauern in der Halle. Und jeder Spieler hatte seinen Anteil daran. So wuchs die Falken-Führung Punkt um Punkt und da Rostock in dieser Phase kaum et- was gelingen wollte, setzten sich die Gastgeber nach 17 Spielminuten mit 16 Punkten ab (40:24). Es folgte eine Auszeit der Seawolves, die ihre Wirkung nicht zu verfehlen schien. Denn unverständlicherweise schmissen die Falcons nun mehrfach den Ball weg, anstatt in den Rostocker Korb und ermöglichten den Gästen einen 10:0-Lauf, der diese zur Pause wieder auf sechs Zähler heranbrachte (40:34). Turnover- und Fehlwurfquote erhöhten sich beim Team von Ralph Junge auch in Viertel 3 und so konnte der Tabellendritte die Partie nach gut 27 Minuten ausgleichen und durch Terrell Harris ́ Dreier sogar in Führung gehen (51:52). Moritz Sanders gab per Dreier die Antwort und Jonathan Maier bestätigte seine starke Form mit wichtigen Zählern, die Nürnberg kurz vor Ende des dritten Viertels wieder mit 57:52 in Front brachten. Doch wie Schalke vor einer Woche, hatten auch die Falcons die Rechnung ohne Yannick Anzuluni gemacht, der mit der Viertelsirene von ganz weit außen auf 57:55 stellte.

Kein Happy End für die Falken

Der Schlussabschnitt bot dann alles, was das Basketball-Herz höher schlagen und hier und da stehenbleiben lässt: Spektakuläre Aktionen auf beiden Seiten, etliche Führungs- wechsel und Hochspannung bis zum Schluss. Nürnberg hatte mehrfach die Chance, den Sack zuzumachen, nutzte diese aber nicht und so kam es, wie es kommen musste. Ros- tock führte sieben Sekunden vor Schluss mit 73:74 und Nürnberg hatte den Ball zum Ausgleich oder gar Matchgewinn, Doch der letzte Angriff blieb unvollendet und der Ta- bellendritte machte an der Linie alles klar – 73:76. Eine sehr bittere Niederlage für die Nürnberg Falcons, die sicher viel Positives aus diesem Spiel mitnehmen werden, sich am Ende aber nicht für die starke Leistung gegen den Tabellendritten belohnen konnten.

Nächster Halt Heidelberg

So endet ein intensiver Januar mit zwei Siegen, vier Niederlagen und etlichen Erkennt- nissen. Ab sofort wird „nur noch“ einmal in der Woche gespielt und der nächste Heimauf- tritt scheint mit dem 9. Februar in ewig weiter Ferne zu sein. Am 3. Februar geht es für die Mittelfranken und ihre Fans – die Noris Blockers organisieren eine Auswärtsfahrt für die noch Plätze frei sind – nach Heidelberg zum nächsten Top-Team. Top war rund um die Partie gegen Rostock einmal mehr der Auftritt der Einlaufkinder der Sparkassen Grundschulliga des Post SV Nürnberg. Die Bismarck Beavers und die Laufamholz Lizards bekamen viel Applaus für ihr Spiel in der Halbzeitpause und die Initiative der Sparkasse Nürnberg, #NUEbasketball, bewies erneut ihre Strahlkraft. Auch lässt sich mit Fug und Recht sagen, dass der Fan-Support in der Halle am Airport Nürnberg in seiner Intensität weiter zunimmt, was Spieler und Verantwortliche gleichermaßen freuen dürfte. Die ausführlichen Stats gibt es hier. Und auf dem airtango-Kanal der Falcons gibt es das ganze Spiel im Re-Live.

Punkteverteilung Nürnberg Falcons BC: Wainright 26 Pts., 17 Rbds., Kent 14 Pts., Maier 11 Pts., Pongó 8 Pts., Sanders & Meredith je 7 Pts., Gahlert, Haßfurther & Omuvwie je 0 Pts., Parker DNP

Key-Stats Nürnberg Falcons BC: Offensiv-Rebounds 14 (-1), Defensiv-Rebounds 29 (+5), Assists 14 (+5), Steals 6 (-1), Turnover 15 (+4), Blocks 7 (+6), Fouls 19 (+4)

Fotos by Sportfoto Zink