Nürnberg Falcons setzen Ausrufezeichen in Trier 

Nürnberg Falcons setzen Ausrufezeichen in Trier 

Nürnberg/Trier – Dritter Sieg in Serie für die Nürnberg Falcons! Bei den RÖMERSTROM Gladiators Trier gelang den Mittelfranken am Samstagabend ein ebenso wichtiger wie verdienter Auswärtssieg. Nach einer verpatzten Anfangsphase konnte das Team von Ralph Junge das Spiel ausgeglichen gestalten und sich im zweiten Viertel erstmals absetzen. In Halbzeit 2 blieb Nürnberg die bessere und konzentrierte Mannschaft und baute den eigenen Vorsprung aus, den Trier im weiteren Spielverlauf nicht mehr aufholen konnte. Am Ende gewannen die Nürnberg Falcons hochverdient mit 70:86 (35:45) und verpassten es nur knapp, den direkten Vergleich auf ihre Seite zu ziehen. In der Tabelle belegt Nürnberg nun Tabellenplatz 8 – das hieße aktuell: Playoffs. 

Ohne den kurzfristig erkrankten Marvin Omuvwie reisten die Nürnberg Falcons am Samstag ins gut 400 Kilometer entfernte Trier zum Tabellenachten der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Am ehemaligen BBL-Standort erwartete Ralph Junge und sein Team ein Gegner, der zuletzt Probleme hatte und die jüngsten zwei Niederlagen gegen Hanau und Paderborn gerne vergessen machen wollte. Und so weiß man nicht ob es an motivierten Trierern oder müden Nürnbergern lag, aber die ersten Spielminuten gehörten ganz klar den Hausherren, die schnell auf 10:0 davonzogen. Ralph Junge reagierte und bat seine Mannschaft zur Auszeit. Er stellte um und fand genau die richtigen Worte. Angeführt von Nils Haßfurther (12 Punkte) und Robert Oehle (4 Punkte) kämpften sich die Mittelfranken in die Partie und es entwickelte sich ein offenes Spiel. Punkt um Punkt kam Nürnberg heran und glich nach achteinhalb Minuten aus (19:19). Die Falcons waren voll im Geschäft und Viertel 1 endete mit 21:21. 

Nürnberg Falcons übernehmen die Kontrolle

Moritz Sanders eröffnete das 2. Viertel mit einem schönen Korbleger und erzielte so die erste Falken-Führung (21:23). Jonathan Maier legte nach und trug sich damit als fünfter Nürnberger Spieler an diesem Abend in die Scorer-Liste ein. Das taten wenig später auch Marcell Pongó und Matthew Meredith – nach sehenswerten Fastbreaks – und so blieben die Gäste weiter in Front (26:29). Nürnberg spielte konzentriert und attackierte mit schöner Regelmäßigkeit den Trierer Korb. Nach 15 Spielminuten lagen die Mittelfranken mit 26:33 vorne und konnten in der Folgezeit gar auf 26:37 erhöhen. Den Gastgebern fiel in dieser Phase zu wenig ein. Nürnberg verteidigte gut, reboundete konsequent und ging immer wieder an die Linie. Lohn der Mühen war eine 35:45-Pausenführung.

8. Auswärtssieg für Nürnberg, direkter Vergleich für Trier 

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste aus der Noris die tonangebende Mannschaft. Nils Haßfurther markierte früh seine Punkte 13, 14 und 15 und die Falken-Führung wuchs zwischenzeitlich auf 14 Zähler (43:57) an. Trier konnte lediglich reagieren und den Rückstand nicht in den einstelligen Bereich drücken. So ging es mit 51:63 in den Schlussabschnitt. Und hier zeigten die Nürnberg Falcons, dass sie weitaus mehr können und wollen als den Klassenerhalt. Nach dem 53:63-Anschluss durch Til Gloger übernahm Marcell Pongó bei Nürnberg und sorgte von außen wieder für Ruhe in der Halle (53:66). Alles schien jetzt über den jungen Aufbauspieler zu laufen, der nun sein ganzes Repertoire zeigte. Korbleger, Traumpässe, Rebounds… es lief bei Nürnberg und Pongó war es auch, der sechs Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit die Falken-Führung auf 20 Punkte nach oben schraubte (55:75). Es war die Entscheidung über den Ausgang dieses Duells, sodass es jetzt nur noch um die Frage ging, welche Mannschaft den direkten Vergleich holen würde, nachdem Trier das Hinspiel mit 61:81 gewann. Es ging hin und her, doch die Gladiators schafften es in der Schlussphase, den Rückstand wieder bei unter 20 Punkten zu halten und so „nur“ mit 70:86 gegen den Tabellenneunten aus Mittelfranken zu verlieren. Ein Ergebnis, das so nicht vorherzusehen war. Nürnbergs Spielern und ihren Fans war das egal. Sie freuten sich gemeinsam über den 12. Saisonsieg – den 8. in fremder Halle. 

Sonntag kommt Hanau 

Ralph Junge zeigte sich auf der anschließenden Pressekonferenz sehr glücklich und zufrieden: „Wir sind sehr froh über diesen Sieg, vor allem nach dem 0:10-Start. Als wir dann im Spiel waren und die Führung hatten, haben wir Trier nicht mehr rankommen lassen. Tolle Teamleistung, toller Sieg. Ich hätte das vor der Saison nicht gedacht.“ Alle neun eingesetzten Spieler der Falcons kamen gegen Trier zu Punkten. Mit Marcell Pongó, Nils Haßfurther , Jackson Kent und Robert Oehle punkteten vier Akteure zweistellig. Die Nürnberg Falcons verbessern sich in der Tabelle der ProA durch den Sieg Platz 8. Am kommenden Sonntag erwartet man Hanau in der Halle am Airport Nürnberg. Die Partie wird präsentiert vom offiziellen Gesundheitspartner der Nürnberg Falcons, der AOK Bayern. Tickets gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, dem NN-Ticketcorner sowie im Internet unter www.ticketmaster.de. Tip-off ist am 24. Februar um 17.00 Uhr. 

Punkteverteilung Nürnberg Falcons BC: Pongó 20 Pts., Kent 16 Pts., Haßfurther 15 Pts., Oehle 14 Pts., Maier 6 Pts., Wainright 4 Pts., Sanders 3 Pts., Parker 3 Pts., Meredith 2 Pts.

Key-Stats Nürnberg Falcons BC: Offensiv-Rebounds 9 (+/-0), Defensiv-Rebounds 29 (+10), Assists 16 (+3), Turnover 15 (+3), Steals 6 (+/-0), Blocks 3 (+3), Fouls 22 (-3)

(Foto by Sportfoto Zink)