Nürnberg Falcons trotzen Tabellenführer

Nürnberg Falcons trotzen Tabellenführer

Nürnberg – Knappe Heimniederlage für die Nürnberg Falcons. Im Nachholspiel des 8. Spieltages zeigten die Mittelfranken gegen Tabellenführer Chemnitz eine couragierte und engagierte Leistung, konnten sich am Ende aber nicht selbst dafür belohnen. Nach einem 13 Punkte-Rückstand zur Pause bewies das Team von Ralph Junge in Halbzeit 2 viel Herz und hatte die NINERS am Rande einer Niederlage. Am Ende konnte sich jedoch der Favorit mit 66:71 (33:46) durchsetzen. 

678 Zuschauer waren am Dienstagabend in die Halle am Airport Nürnberg gekommen, um dem Duell der Nürnberg Falcons mit den NINERS Chemnitz beizuwohnen. Und sie sollten es nicht bereuen. Beide Mannschaften gingen früh ein sehr hohes Tempo und Nürnberg war dem Tabellenführer vom Tip-off an mehr als ebenbürtig und zu Beginn sogar die bessere Mannschaft (13:9). Dann drehte Malte Ziegenhagen auf und brachte die NINERS mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen 13:19 in Führung. Die Falcons blieben dran und konnten nach zehn Spielminuten auf 20:21 verkürzen.

Comeback der Nürnberg Falcons 

Viertel 2 gehörte dann voll und ganz den Gästen aus Sachsen, die sich Punkt um Punkt absetzten, während Nürnberg an beiden Enden des Feldes Probleme hatte. Die Stimmung im Chemnitzer Fan-Block stieg minütlich an, doch die Nürnberger Fans hielten lautstark dagegen und standen wie eine 1 hinter ihrer Mannschaft. Den 33:46-Pausenrückstand vermochten aber auch sie nicht zu verhindern. Die Frage war nun, wie das Team von Ralph Junge damit umgehen würde. Die Antwort gaben Pongó, Wainright und Co. dann auf sehr eindrucksvolle Art und Weise. Viertel 3 ging mit 16:7 an Nürnberg. Fast sechs Minuten erlaubte man dem Tabellenführer keinen einzigen Korb und war nach 30 Spielminuten dank sehenswertem Team-Basketball auf vier Punkte dran (49:53). 

Chemnitz setzt sich durch

Der Schlussabschnitt musste also die Entscheidung bringen und hier ging das Falcons-Comeback erst einmal weiter. Jedoch schienen sich die Gäste inzwischen wieder gefangen zu haben und blieben dank Virgil Matthews weiter obenauf. Er brachte Chemnitz vier Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit mit 58:63 in Front, doch Jackson Kent und Ish Wainright konnten die Partie wenig später ausgleichen (63:63). Marcell Pongó gelang eine Minute vor Schluss gar die 66:65-Führung. In der Halle gab es kein Halten mehr und die Sensation war zum Greifen nah. 

Doch Chemnitz führt die Tabelle der ProA nicht umsonst an, konnte in der Crunchtime noch einmal zurückschlagen und sich am Ende mit 66:71 durchsetzen. Eine bittere Niederlage für die Nürnberg Falcons, die aber dennoch erhobenen Hauptes das Parkett verlassen konnten – hatten sie doch alles gegeben und die richtige Reaktion auf das Spiel gegen Ehingen gezeigt. Mit einer solchen Leistung wird man auch am Samstag in Kirchheim bestehen. Die ausführlichen Stats gibt es hier.

Nächster Halt Kirchheim

Trainer Ralph Junge war zwar enttäuscht, stellte seinem Team aber ein gutes Zeugnis aus: „Wir sind heute gut aufgetreten und hätten uns den Sieg auch verdient. Den positiven Spirit müssen wir uns bewahren und mit in die kommenden Spiele nehmen. Als Mannschaft haben wir heute einen großen Schritt nach vorne gemacht. Dennoch steht hier am Ende eine knappe Niederlage. Glückwunsch an Chemnitz.“ 

Punkteverteilung Nürnberg Falcons BC: Wainright 18 Pts., Pongó 17 Ptss., Kent 15 Pts., Oehle 8 Pts., Sanders 4 Pts., Omuvwie & Maier je 2 Pts., Haßfurther & Meredith je 0 Pts., Bauer, Merz & Gahlert DNP

Key-Stats Nürnberg Falcons BC: Offensiv-Rebounds 10 (+3), Defensiv-Rebounds 20 (-10), Assists 12 (-3), Steals 12 (+5), Blocks 5 (+4), Fouls 24 (+4)

(Foto by Sportfoto Zink)