Nürnberg Falcons überzeugen im ersten Playoff-Spiel gegen Trier

Nürnberg Falcons überzeugen im ersten Playoff-Spiel gegen Trier

Nürnberg – Die Nürnberg Falcons haben Spiel 1 der Playoff-Viertelfinal-Serie gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier mit 92:74 (50:37) klar und verdient gewonnen. Nach einem durchwachsenen Auftakt kam das Team von Ralph Junge gegen Ende des ersten Viertels immer besser in die Partie, glich aus und dominierte Durchgang 2 und 3. Am Ende wurde das erste Playoff-Spiel der Klubgeschichte vor einer so gut wie ausverkauften Halle zu einer einzigen großen Party. Spiel 2 steigt am Mittwoch in Trier. Dazu wird es am Airport Nürnberg ein Public Viewing geben.

Schon um 18 Uhr strömten die Fans in die Halle am Airport Nürnberg, um sich die letzten Tickets für das Premieren-Spiel der Falcons in den Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga zu sichern. Und sie würden es nicht bereut haben. Während Radio Partner ENERGY Nürnberg und Spieltagspresenter Sparkasse Nürnberg im Foyer für beste Unterhaltung sorgten, gingen Eintrittskarten und Playoff-Shirts weg wie warme Semmeln. Die Halle war bereit. Die Falcons waren bereit. Nürnberg war bereit. Das galt indessen auch für die RÖMERSTROM Gladiators aus Trier und ihre mitgereisten Fans. Ralph Junge schickte Nils Haßfurther, Marcell Pongó, Jackson Kent, Ish Wainright und Robert Oehle zum Tip-off auf das Feld. Letzterer erzielte nach knapp 30 Sekunden den ersten Playoff-Korb der Falcons-Historie (2:0). Die erfahrenen Gladiatoren antworteten in Person von Kevin Smit und gingen durch Körbe von Kelvin Lewis und Jermaine Bucknor 2:6 in Führung. In einem rasanten Auftaktviertel erhöhte Johannes Joos nach drei Spielminuten auf 4:10 – Auszeit Ralph Junge. Nürnbergs Coach schien hier die richtigen Worte gefunden zu haben und erinnerte seine Spieler an deren eigene Stärken. Diese traten dann auch ans Tageslicht. Nils Haßfurther traf von außen (7:12) und angeführt von Kapitän Sebastian Schröder glichen die Falcons kurz vor der Viertelpause aus (20:20). Nürnberg war wieder voll im Geschäft, lag nach zehn Minuten lediglich mit einem Zähler zurück (22:23). 

Nürnberg Falcons dominieren Viertel 2

Ein krachender Dunk von Marvin Omuvwie eröffnete das zweite Viertel, das aus Falcons-Sicht kaum besser hätte verlaufen können. Ishmail Wainright drehte nun auf und Sebastian Schröder zeigte mit sechs Punkten in diesem Durchgang seine ganze Playoff-Routine. Tempo, Niveau und Intensität waren nun voll auf Playoff-Niveau und das galt auch für die Stimmung in der quasi ausverkauften Halle am Airport Nürnberg. Ein 10:0-Run bescherte den Falcons nach 18 Minuten eine 42:32-Führung und wenig später war es erneut Marvin Omuvwie, der die Arena mit einem spektakulären Alley Oop Dunk – nach Pass von Juwan Parker – schier zum Explodieren brachte. Mit 28:14 ging Viertel 2 an Nürnberg und so lagen die Mittelfranken zur Pause mit 50:37 vorne. 

Halbzeit-Spiel im Zeichen der Kooperation 

Während der 15 Minuten fand dann wieder eines der beliebten Halbzeit-Spiele statt. Diesmal zeigten die U12-Teams des Post SV Nürnberg und der TORNADOS FRANKEN ihr Können, die an diesem Tag auch mit den Profis der Falcons eingelaufen waren. Die Nürnberg Falcons werden künftig mit dem TORNADOS FRANKEN e.V. im Jugend- und Nachwuchsbereich kooperieren. Aus diesem Grund begrüßte Hallensprecher Dominik Mujkanovic vor Spielbeginn auch Dr. Michael Kläver, stellvertretendes Vorstandsmitglied, Direktor Vorstandsstab und Kommunikation bei der Sparkasse Nürnberg, Marc Kullenberg, den Geschäftsführer des TORNADOS FRANKEN e.V. und Falcons-Spieler Jonathan Maier zu einer feierlichen Trikot-Übergabe im Mittelkreis. Die Sparkasse Nürnberg unterstützt die Kooperation als „Next Generation Partner“ und wird auch weiterhin mit der Initiative #NUEbasketball für den Basketball in Nürnberg und dem Nürnberger Land aktiv sein. Passend dazu, waren viele Mitarbeiter und Auszubildenden der Sparkasse in der Halle zu Gast. Am Stand im Foyer gab es die begehrten #NUEbasketball Bags und Informationen zum Ausbildungsstart am 2. September 2019. 

Partie früh entschieden

Nach dem Seitenwechsel gelang es den Nürnberg Falcons, die Kontrolle über die Partie zu behalten und die Gladiatoren nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Das Spiel blieb spektakulär und nach den ersten sechs Punkten durch Ishmail Wainright, den ProA-Spieler des Monats, bat Gäste-Trainer Christian Held beim Stand von 56:39 zur Auszeit. Er richtete eindringliche Worte an sein Team, dem das Fehlen von Simon Schmitz immer deutlicher anzumerken war. Den Gladiators gelangen im dritten Viertel so nur elf Zähler, während die Falcons den Durchgang mit einem Dreier von Juwan Parker und einem schönen Layup von Moritz Sanders beendeten und mit 75:48 führten. Es war die Vorentscheidung an diesem Abend. Im Schlussviertel spielte Nürnberg nicht mehr so konzentriert und zielstrebig, sodass Trier hier ordentlich Ergebnis-Kosmetik betreiben konnte. Der guten Stimmung in der Halle tat dies keinen Abbruch und schlussendlich gewannen die Nürnberg Falcons verdient und souverän mit 92:74. Damit führen die Mittelfranken in der „Best of 5“-Serie mit 1:0. Spiel 2 steigt am Mittwoch, den 10. April in Trier. Spiel 3 wird am Freitag, den 12. April dann wieder in Nürnberg ausgetragen und von Hofmann Personal präsentiert. Tickets dafür sind bereits im freien Verkauf und finden reißenden Absatz. Für das Auswärtsspiel am 10. April werden die Nürnberg Falcons in Zusammenarbeit mit werk :b events und ERDINGER Weißbräu in der Halle am Airport Nürnberg ein Public Viewing für Fans und Partner organisieren. Das Spiel wird auf einer großen Leinwand direkt in der Halle gezeigt. Der Eintritt ist frei. Jedes Getränk kostet 2 Euro. Hallenöffnung ist um 18.30 Uhr. Die Stats zu Spiel 1 gibt es hier.

Ralph Junge: „Überragend gespielt“

Der offizielle Teil des 1. Playoff-Spiels endete mit der obligatorischen Pressekonferenz, auf der sich beide Trainer zur Partie äußerten. Gäste-Trainer Christian Held: „Glückwunsch an Nürnberg zum Sieg. Sie haben uns zu Beginn des zweiten Viertels und speziell im dritten Viertel dominiert. Darauf hatten wir keine Antwort und deshalb haben sie heute absolut verdient gewonnen.“ Ralph Junge dankte für die Glückwünsche und fasste das Spiel wie folgt zusammen: „Wir haben uns am Anfang die Nervosität doch sehr anmerken lassen und viele leichte Punkte zugelassen. Wir waren zu sehr mit unserem eigenen Mann beschäftigt anstatt auch mal woanders auszuhelfen. Ab Minute 7 haben wir dann bis Minute 30 überragend gespielt und Trier sehr viel weggenommen.“

Tolle Aktion der Noris Blockers 

Es war ein rundum gelungener Abend in der Halle am Airport Nürnberg, die auch zu Spiel 3 wieder aus allen Nähten platzen wird. Der Fan-Klub der Nürnberg Falcons – die Noris Blockers – setzten während der Partie ein tolles Zeichen mit einem Spruchband für den verletzten Matthew Meredith, der sich unter der Woche bei einem NBBL-Spiel die Achillessehne riss. Die Blockers werden die Mannschaft auch zu Spiel 2 nach Trier begleiten und feierten nach dem Sieg ausgelassen mit der gesamten Mannschaft. „Hier ist wirklich etwas zusammengewachsen. Was unsere Fans leisten ist phänomenal. Das Banner für Matthew war ein tolles, bewegendes Zeichen“, so Ralph Junge. 

Auch bei den Kollegen der Nürnberger Nachrichten und von nordbayern.de waren in der Halle vor Ort. Sebastian Gloser und Tarik Vahle schildern auf Facebook. wie sie die Leistung der Nürnberg Falcons einschätzen.

Spiel eins ist im Sack! Die Nürnberg Falcons BC schlagen Trier mit 92:74 und gehen in der Playoff-Serie mit 1:0 in Führung. Das dynamische Redakteurs-Duo Sebastian Gloser und Tarik Vahle mit einer kleinen Analyse nach dem furiosen Auftaktsieg. 🎤🏀http://www.nordbayern.de/sport/1.8779585

Gepostet von Nordbayern Sport am Samstag, 6. April 2019

Punkteverteilung Nürnberg Falcons BC: Wainright 20 Pts., Kent 14 Pts., Schröder 13 Pts., Pongó 11 Pts., Parker & Oehle je 8 Pts., Sanders & Haßfurther je 7 Pts., Omuvwie 4 Pts., Gahlert 0 Pts., Maier DNP

Key-Stats Nürnberg Falcons BC: Offensiv-Rebounds 8 (+2), Defensiv-Rebounds 26 (+1), Assists 18 (+13), Steals 9 (+6), Turnover 11 (-3), Blocks 0 (-2), Fouls 23 (-1)

 (Foto by Sportfoto Zink)