Nürnberg Falcons stehen im Playoff-Halbfinale 

Nürnberg Falcons stehen im Playoff-Halbfinale 

Nürnberg – Halbfinal-Einzug für die Nürnberg Falcons in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Durch ein nie gefährdetes 91:64 (47:24) in Spiel 3 der Viertelfinal-Serie gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier, machte die Mannschaft von Coach Ralph Junge im dritten von fünf möglichen Spielen alles klar und steht damit in der nächsten Runde. Dort warten ab dem Osterwochenende die MLP Academics Heidelberg auf die Mittelfranken. Vor erneut fast ausverkauften Haus fuhr Nürnberg den 13. Sieg in Folge ein. 

Am gestrigen Freitagmorgen ist das zweite Wanderfalken-Küken in diesem Jahr auf der Kaiserburg in Nürnberg geschlüpft. Seit 2013 bietet der Sinwellturm ideale Brutvoraussetzungen für den gefährdeten Raubvogel und so erblickten bis 2018 insgesamt elf junge Wanderfalken das Licht der Welt. Gut ein Monat vergeht zwischen Eiablage und dem Schlüpfen der Jungtiere. Die Geburt des zweiten Küken ist aber nicht die einzige fantastische Nachricht aus der Welt der Nürnberger Falken, denn am Abend gab es auch bei den Basketballern Grund zum Feiern. Die Nürnberg Falcons stehen nach dem 91:64 gegen Trier verdient im Playoff-Halbfinale. Erneut war die Halle am Airport so gut wie ausverkauft. Erneut war die Stimmung kaum zu toppen. Und erneut zeigte das Team eine Leistung, die das Prädikat „falkenstark“ verdient. 

Intensive Anfangsphase 

Die Partie wurde präsentiert von Personal Hofmann, dem neuesten Partner der Falcons, der einmal mehr auf die Kampagne „Kein Fan ohne Job“ aufmerksam machte. Im Foyer der Halle sorgte indessen Radio-Partner ENERGY Nürnberg für gute Stimmung und so war das Rahmen-Programm für das dritte Playoff-Spiel zwischen den Falcons und den Gladiators Trier gesichert. Den Rest besorgten dann die Nürnberger Spieler selbst, die gemeinsam mit der U10 des Nürnberger Basketball Club e.V. und der U10 der Wild Bees aus Feucht einliefen. Ralph Junge schickte Marcell Pongó, Nils Haßfurther, Robert Oehle, Ish Wainright und Jackson Kent zum Tip-off auf das Feld. Bei Trier starteten Hennen, Ilzhöfer, Dietz, Lewis und „MLP“ Bucknor. Die Halle war von der ersten Sekunde an da und bejubelte nach 24 Sekunden die ersten Punkte des Spiels durch Robert Oehle (2:0). Rupert Hennen antwortete für Trier mit einem erfolgreichen Dreier (2:3). Dies sollte jedoch die einzige Trierer Führung an diesem Abend sein. Beide Coaches hatten ihre Teams wieder sehr gut eingestellt und diese boten eine intensive Anfangsphase dar. Beflügelt von den eigenen Fans gewannen hier die Falcons nach und nach die Kontrolle über die Partie und beendeten Viertel 1 mit einem 11:0-Lauf (24:11), bei dem sich einmal mehr Tiefe und Ausgeglichenheit der Mannschaft zeigten. 

Pausenführung für Nürnberg Falcons

Auch in Viertel 2 kam viel Entlastung vom“ Bench Mobb“ um Kapitän Basti Schröder. Juwan Parker und Marvin Omuvwie erhöhten schnell auf 28:11 und nach einem fantastischen Pass von Nils Haßfurther stopfte Moritz Sanders sehenswert zum 37:18. Die Falken waren schon jetzt voll auf Halbfinal-Kurs. Die Gladiators steckten hier keineswegs auf, fanden aber gegen die variable Offensive der Hausherren mit Dreiern, Dunks und Mitteldistanzwürfen kein Mittel. So erspielte sich Nürnberg zur Pause eine 47:24-Führung, bei der alle neun eingesetzten Spieler zu Punkten kamen. 

Falken machen den Sack zu

Die Dominanz der Falcons setzte sich auch nach dem Seitenwechsel fort. Robert Oehle, Jackson Kent und Co. brannten im dritten Viertel ein wahres Offensiv-Feuerwerk ab und gewannen dieses 26:22. Auch wildeste Würfe fanden ihr Ziel und die Pässe von Marcell Pongó stets den besser postierten Mann für einen leichten Korb. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung der Hausherren auf die wackeren Moselstädter 30 Zähler (67:37). Und so ging es unter dem Jubel von über 1400 Zuschauern beim Stand von 73:46 in den Schlussabschnitt. Hier nahm Nürnberg dann etwas den Fuß vom Gas, blieb aber konzentriert und gefährlich von außen. Jackson Kent vollendete dreimal erfolgreich aus der Distanz und auch Ben Gahlert konnte sich noch einmal auszeichnen. Bei Trier fand man sich indessen mit der Niederlage ab. Am Ende gewannen die Nürnberg Falcons mit 91:64 und entschieden die „Best of Five“-Serie mit 3:0 für sich. Respekt an die Gladiators für drei tolle, intensive Spiele! 

Komplimente auf der PK

Auf der anschließenden Pressekonferenz zollte Christian Held, Head Coach der Gäste, seinem Gegenüber Ralph Junge und dessen Team Respekt und zeigte sich als sehr fairer Verlierer: „Glückwunsch an Nürnberg, hochverdient über die drei Spiele gesehen. Sie haben zu keinem Zeitpunkt den Eindruck erwecken lassen, dass wir eine Chance haben, die Serie zu gewinnen. Sie spielen zum richtigen Zeitpunkt ihren besten Basketball und es ist schön zu sehen, wie sich die Jungs entwickelt haben von Beginn der Saison an. Großes Kompliment an Ralph, der hier einen tollen Job gemacht hat. Uns bliebt nur, viel Glück für die nächste Runde zu wünschen.“ „Ich bin super stolz auf die Truppe heute, weil man auch in ein Spiel 3 mit der richtigen Einstellung reingehen muss. Dass wir mit 20 zur Pause führen, war mehr als ich erwarten konnte. Wir haben toll gespielt. Die drei Ergebnisse gegen Trier in dieser Serie spiegeln auch nicht ganz die tolle Arbeit wieder, die Christian dort leistet. Gegen Heidelberg erwarte ich eine schwere Runde. Sie haben den Heimvorteil und sind ein sehr physisches Team. Die Favoriten-Rolle liegt wohl etwas bei Heidelberg, doch man muss uns auch erstmal schlagen“, so Ralph Junge mit Blick auf die vergangene und kommende Serie gegen die MLP Academics Heidelberg. 

Heidelberg is next 

Die Playoff-Halbfinal-Serie gegen die MLP Academics Heidelberg startet am kommenden Wochenende im Olympiastützpunkt Rhein-Neckar. Spiel 2 steigt die Woche drauf in Nürnberg. Tickets dafür gehen in der nächsten Woche in den freien Verkauf. Dauerkarten-Besitzer haben wie immer Vorkaufsrecht auf ihre angestammten Plätze. Für die Spiele in Trier plant der Noris Blockers Club Auswärtsfahrten. Anmeldungen und Infos dazu auf Facebook oder per Mail: fans.nbc@gmail.com. Neben den Nürnberg Falcons und den MLP Academics Heidelberg stehen auch die NINERS Chemnitz im Halbfinale. Dort warten sie nun auf den Gewinner der Serie zwischen den Hamburg Towers und den Rostock Seawolves. Die Towers führen seit gestern Abend mit 2:1. Spiel 4 steigt am kommenden Montag in Rostock. 

Halbfinale! 🎉 Es läuft bei den Nürnberg Falcons BC, auch im 13. Spiel in Folge bleiben Sebastian Schröder und seine Kollegen ungeschlagen. Das schreit geradezu nach einer Analyse, weshalb sich Sebastian Gloser und Tarik Vahle mit dem Kapitän über die außergewöhnliche Playoff-Serie gegen Trier unterhalten haben. 🎤🏀👇🏻

Gepostet von Nordbayern Sport am Freitag, 12. April 2019

Punkteverteilung Nürnberg Falcons BC: Haßfurther 15 Pts. & 10 Ass., Oehle 15 Pts., Sanders 13 Pts., Kent 11 Pts., Wainright 10 Pts., Parker 9 Pts., Schröder 8 Pts., Pongó & Omuvwie je 4 Pts., Gahlert 2 Pts., Bauer DNP

Key-Stats Nürnberg Falcons BC: Offensiv-Rebounds 13 (-4), Defensiv-Rebounds 26 (+8), Assists 26 (+16), Steals 11 (+3), Turnover 19 (-1), Blocks 8 (+6), Fouls 20 (-4)

Die ausführlichen Stats gibt es hier.

Mehr über Falken

Wer mehr über den Playoff-Run der Nürnberg Falcons erfahren möchte, dem seien die Social Media Auftritte auf Facebook, Instagram und Twitter ans Herz gelegt. Dort gibt es Hintergrund-Stories, Bilder und andere Einblicke in das Falkennest. Die gibt es übrigens auch für diejenigen, die mehr über die Wanderfalken auf der Nürnberger Burg erfahren wollen. Mit der Live-Cam der Regierung Mittelfranken (mit Unterstützung des Haus Eckstein) kann man 24 Stunden am Tag LIVE die Geschehnisse am Sinwellturm beobachten: https://www.lebensraum-burg.de/Wanderfalke/Webcam.