Nürnberg Falcons gewinnen Spiel 1 in Heidelberg

Nürnberg Falcons gewinnen Spiel 1 in Heidelberg

Nürnberg/Heidelberg – Nürnberg Falcons unaufhaltsam! Das Team von Head Coach Ralph Junge holt sich den Sieg in Spiel 1 gegen die MLP Academics Heidelberg am Ostersamstag und damit die Führung in der „Best of Three“-Serie. Nach einer Machtdemonstration in Halbzeit 1 und einer 26:48-Pausenführung, machen es die Mittelfranken im Schlussabschnitt noch einmal spannend, gewinnen gegen tapfere Heidelberger am Ende aber verdient mit 77:87 und damit ihr 14. Spiel in Folge. Sechs Falcons-Spieler punkten zweistellig. 

Getreu dem Motto „Never change a winning Team“ begannen die Nürnberg Falcons das erste von fünf möglichen Halbfinal-Spielen gegen die MLP Academics Heidelberg mit Marcell Pongó, Nils Haßfurther, Robert Oehle, Ishmail Wainright und Jackson Kent. Erneut war ein ganzer Bus voller Fans dem Team gefolgt und auch beim Public Viewing am Airport Nürnberg kamen wieder zahlreiche Unterstützer der Falcons zusammen. Nach dem 2:0 durch Niklas Würzner erzielte Marcell Pongó von außen die ersten Nürnberger Halbfinal-Punkte (2:3). Backcourt-Partner Nils Haßfurther legte nach (2:6) und Nürnberg kontrollierte das erste Viertel dank guter Defense und zielstrebiger Offense (13:19). Die Falcons waren auf Kurs und wollten daran im zweiten Viertel anknüpfen. 

Nürnberg Falcons ziehen davon 

Hier konnte Heidelbergs Kapitän Phillipp Heyden früh Akzente setzen und nach seinem Layup zum 17:21 bat Ralph Junge seine Mannschaft zur Auszeit. Er richtete deutliche Worte an die Spieler, sah wenig später aber das 20:21 durch Erik Palm. Der US-Amerikaner war es auch, der nach 15 Spielminuten das 23:25 markierte und die Academics damit im Spiel hielt. Jackson Kent antwortete mit vier Punkten in Folge und Marcell Pongó stellte in der Folgezeit auf 25:32. Niklas Würzners Anschluss sollte dann für eine lange Zeit das letzte Heidelberger Erfolgserlebnis bleiben. Denn was nun folgte, waren dreieinhalb Minuten Falcons-Basketball vom Allerfeinsten. Ein 16:0-Run mit spektakulären Aktionen bescherte Nürnberg eine 26:48-Pausenführung und sorgte für Staunen auf den Rängen und im Live-Stream. 

Shyron Ely mit dem Wachmacher

Nach dem Seitenwechsel rechneten viele Heidelberger Fans mit einem Comeback ihrer Mannschaft – und das kam. Bis Mitte des dritten Viertels konnten die Falcons ihren deutlichen Vorsprung noch verteidigen, dann gelang es den Academics, sich durch spektakuläre Aktionen zurück in die Partie zu kämpfen und die Fans wieder aufzuwecken. Mit 30:15 ging der dritte Spielabschnitt an die Hausherren und so betrug der Rückstand auf Nürnberg nach 30 Spielminuten nur noch zehn Zähler – eigentlich. Denn Shyron Ely traf mit dem Buzzer zum 55:63, wurde gefoult und verwandelte den zugesprochenen Freiwurf (56:63). Ein weiterer Wake-up-Call for Heimteam und Heimfans. 

Falcons trotzen Heidelberger Aufholjagd

Heidelberg hatte nun das oft zitierte Momentum auf seiner Seite und erzielte auch die ersten vier Punkte des dritten Viertels. Ely verkürzte neun Minuten vor dem Ende auf 62:65 und Nürnbergs Spieler zeigten nun Nerven. Dem 64:65 durch Niklas Ney ging ein Nürnberger Ballverliebt voraus – erst der vierte in diesem Spiel für Nürnberg aber ein extrem teurer. Es schien jetzt alles für Heidelberg zu laufen. Und Jaleen Smith netzte wenig später zum 66:65 und damit der ersten Academics-Führung seit dem ersten Viertel ein. Nach diesem Korb schien ein Ruck durch das Nürnberger Team zu gehen, das mit einem furiosen 13:2-Lauf antwortete, den Leader Sebastian Schröder nach 26 Spielminuten mit einem erfolgreichen Dreier krönte (68:78) – das zweite Comeback des Abends. Bei Heidelberg wurde in der Folgezeit deutlich, wie viel Kraft die Aufholjagd gekostet hatte. Nicht anders war es zu erklären, dass wenig später Ish Wainright völlig frei auf 68:81 stellen konnte. Den Dagger lieferte dann einmal mehr der 19-jährige Nils Haßfurther, der nach einem Einwurf aus der Ecke über zwei Gegenspieler mit dem Ablauf der Schussuhr zum 71:84 traf und 100 Sekunden vor Schluss die Partie endgültig zu Gunsten der Falcons entschied. Am Ende gewann Nürnberg mit 78:87 und führt damit jetzt mit 1:0. Die ausführlichen Stats gibt es hier.

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Noch 2. #dontquit

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Ralph Junge: „War klar, dass Heidelberg zurückkommen würde“

Ralph Junge fand kurz nach dem Abpfiff die richtigen Worte: „Für Zuschauer und Fans sicher ein sehr unterhaltsames Basketball-Spiel. Ich muss meiner Mannschaft erneut ein Kompliment machen, wie sie hier vor der Pause Spiel und Gegner kontrolliert hat und mit 22 Punkte Vorsprung in die Kabine geht. In Halbzeit 2 war klar, dass Heidelberg zurückkommen würde. Dafür ist der Kader zu stark und tief besetzt. Hier haben wir uns aber nicht aus dem Konzept bringen lassen und das Spiel am Ende verdient gewonnen. Danke an unsere Fans, die hier grandios unterstützt und für Heimspiel-Stimmung gesorgt haben.“ 

Der Lauf geht weiter und weiter und weiter. Zwischenzeitlich war der 14. Sieg in Folge schwer in Gefahr, am Ende gewinnen die Nürnberg Falcons BC aber mit 87:77 das erste Spiel der Halbfinalserie gegen Heidelberg und sind damit nur noch zwei Siege vom sportlichen Aufstieg in die Bundesliga entfernt. NN-Redakteur Sebastian Gloser und Kommentator Reinhard Wörlein mit der Analyse aus der Halle am Olympiastützpunkt Heidelberg.

Gepostet von Nordbayern Sport am Samstag, 20. April 2019

Diese wird auch am kommenden Dienstag in der Halle am Airport Nürnberg herrschen, wenn sich beide Teams zu Spiel 2 wiedersehen. Tip-off ist um 19.30 Uhr. Die Halle öffnet bereits um 18.00 Uhr. Nürnberg fehlen nun noch 2 Siege bis zum sportlichen Aufstieg in die BBL. 

Punkteverteilung Nürnberg Falcons BC: Oehle 17 Pts. & 14 Rbds., Pongó 17 Pts. & 6 Ass., Kent 15 Pts., Schröder, Haßfurther & Wainright je 10 Pts., Sanders 6 Pts., Omuvwie 2 Pts., Parker 0 Pts., Maier & Gahlert DNP

Key-Stats Nürnberg Falcons BC: Offensiv-Rebounds 9 (+4), Defensiv-Rebounds 22 (-1), Assists 17 (+/- 0), Steals 9 (+7), Turnover 7 (-5), Blocks 1 (+1), Fouls 25 (+2)