Triumph in HD: Nürnberg Falcons fehlt noch ein Sieg zum Aufstieg 

Triumph in HD: Nürnberg Falcons fehlt noch ein Sieg zum Aufstieg 

Nürnberg/Heidelberg – Matchball für die Nürnberg Falcons! Die Mittelfranken haben am Samstagabend Spiel 3 der Halbfinal-Serie bei den MLP Academics Heidelberg mit 71:76 (39:35) gewonnen und benötigen damit nur noch einen Sieg, um in die easyCredit BBL aufzusteigen. Dank einer tollen Team-Leistung konnte das Team von Coach Ralph Junge einen 10 Punkte-Rückstand im dritten Viertel egalisieren und sich zu Beginn des Schlussabschnitts entscheidend absetzen. Vier Falcons-Spieler punkteten zweistellig. Am Montag kann Nürnberg den sportlichen Aufstieg ins Basketball Oberhaus perfekt machen. 

Lange mussten die mitgereisten Fans aus Nürnberg zittern, doch nach 40 intensiven Spielminuten konnten sie gemeinsam mit ihrem Team den zweiten Halbfinal-Sieg gegen Heidelberg bejubeln. Bis dahin war es aber ein langer und beschwerlicher Weg.

Die Falcons begannen einmal mehr mit Marcell Pongó und Nils Haßfurther im Aufbau, Jackson Kent und Ishmail Wainright auf den Flügeln und Robert Oehle auf der Center-Position. Die Academics hatten sich nach dem Sieg in Spiel 2 viel vorgenommen, gewannen den Jump und erzielten in Person von Niklas Würzner die ersten Punkte des Abends (3:0), die Robert Oehle aber mit einem von zahlreichen Dreipunktspielen in dieser Partie, im direkten Gegenzug egalisieren konnte (3:3). Ein 6:0-Lauf bescherte Nürnberg nach gut drei Spielminuten eine 5:9-Führung. Heidelberg versuchte vor allem die Kreise von Marcell Pongó, Nils Haßfurther und Jackson Kent einzuschränken, weshalb bei den Falcons wenig von außen und viel über „Groß“, also Robert Oehle ging. Dieser stopfte nach acht Spielminuten sehenswert zum 14:18 und Nürnberg gelang es, diese 4 Punkte-Führung bis zum Ende des ersten Viertels zu verteidigen (18:22). 

4 Punkte-Rückstand zur Pause

Im zweiten Durchgang begegneten sich beide Teams größtenteils auf Augenhöhe – mit leichten Vorteilen auf Seiten der Gastgeber. Viel Energie kam hierbei von den Heidelberger Bankspielern, wie Ney oder Palm. Der aufstiegserfahrene US-Amerikaner war es auch, der Mitte des zweiten Viertels mit einem schönen Jumper auf 28:29 stellte und Nürnbergs Coach, Ralph Junge, zu seiner ersten Auszeit an diesem Tag zwang. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte ließen die Mittelfranken ihren Gegner immer wieder zu viel Platz, den Niklas Würzner und Co. nutzten, um sich nach 20 Spielminuten eine 39:35-Führung zu erkämpfen. Die Fans der Falcons blieben jedoch weiter optimistisch und das galt auch für Trainer Ralph Junge, der mit seiner Mannschaft in dieser Saison schon aussichtslosere Situationen überstanden hatte als eine 4 Punkte-Rückstand zu Pause. Man denke nur an den 95:97-Comeback-Sieg bei Tabellenführer Chemnitz nach einem Pausenstand von 65:43. 

Distanzwürfe bringen Nürnberg Falcons zurück

Auch Halbzeit 2 eröffnete Niklas Würzner mit einem erfolgreichen Distanzwurf, doch diesmal kam die Antwort von Ishmail Wainright, der nach 31 Spielminuten den ersten Nürnberger Dreipunktewurf an diesem Abend versenkte (42:38). Was folgte, war eine sehr starke Heidelberger Phase, in der das Team von Frenki Ignjatovic auf zehn Punkte davonziehen konnte. Dan „The Man“ Oppland – ehemaliger Nürnberger Publikumsliebling – vollendete nach 24 Minuten ein Dreipunktspiel zum 53:43 zu Gunsten der Hausherren, die jetzt Oberwasser hatten. Umso wichtiger war es nun, dass die Falcons die Ruhe bewahrten und durch Robert Oehle, Nils Haßfurther und Jackson Kent wieder auf vier Punkte herankamen (53:49). Auszeit Heidelberg. Ebenso sehenswert wie auch spektakulär waren im weiteren Verlauf des dritten Viertels die beiden Dreier durch Marvin Omuvwie und Nils Haßfurther und so ging es beim Stand von 58:57 in den Schlussabschnitt.

 Topscorer Oehle liefert den Dagger 

Hier waren es erneut Distanzwürfe, mit denen Nürnberg glänzen und das Momentum auf die eigene Seite ziehen konnte. Jackson Kent und Ishmail Wainright netzten recht unbedrängt ein und bescherten den Falcons so eine 58:63-Führung nach 31 Spielminuten. Das Heidelberger US-Duo Smith und Ely gab die Antwort (63:63), doch kurze Zeit später war es wieder Nürnbergs Topscorer, Jackson Kent, der von außen Maß nahm und für eine 4 Punkte-Falken-Führung sorgte (63:67). Die Crunchtime war angebrochen und hier waren es die Gäste aus der Noris, die die wichtigen Würfe und richtigen Entscheidungen trafen. Robert Oehle machte 82 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit mit seinem Layup zum 65:73 alles klar. Schlussendlich gewannen die Nürnberg Falcons mit 71:76. Der dritte Auswärtssieg in dieser Serie; der zweite davon für die Nürnberg Falcons, die nun am kommenden Montag in der Halle am Airport Nürnberg ihren ersten Matchball haben. Robert Oehle war mit 20 Punkte erfolgreichster Schütze der Falcons, gefolgt von Jackson Kent (18), Marcell Pongó (12) und Ishmail Wainright (10). Die ausführlichen Stats zum Spiel gibt es hier

Ralph Junge war zufrieden mit dem Ergebnis, zollte seinem Team und dem Gegner Respekt: „Ein Spiel auf Augenhöhe, gegen einen starken Gegner, mit dem besseren Ende für uns. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie im Laufe dieser Partie gewachsen ist und den Kampf angenommen hat in einem so wichtigen Playoff-Spiel.“ 

Spiel 4 am Montag – powered by Jechnerer GmbH 

Am Montagabend haben die Nürnberg Falcons nun die Chance, mit einem Heimsieg den sportlichen Aufstieg in die easyCredit BBL perfekt zu machen. Spiel 4 steigt um 19.30 Uhr in der Halle am Airport Nürnberg. Der langjährige Falcons-Partner, die Jechnerer GmbH aus Herrieden, präsentiert diese Partie. Die Tickets sind bereits im Verkauf. Die Verantwortlichen der Nürnberg Falcons erwarten erneut ein ausverkauftes Haus, wenn Kapitän Sebastian Schröder und Co. Geschichte schreiben wollen. Erneut angetreten, um die Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga zu schaffen, ist das Team aufgrund der Hallensperrung des BBZ mit einer Serie von Auswärtsspielen in die Saison 2018/2019 gestartet. Zum Ende der Hauptrunde konnten die Mittelfranken 10 Partien in Folge gewinnen und als Tabellendritter in die Playoffs einziehen. Nach einem 3:0 in Runde 1 gegen Trier, zogen sie ins Halbfinale ein.

Die Basketballer der Nürnberg Falcons BC sind nur noch einen Sieg vom sportlichen Aufstieg in die Bundesliga entfernt. Der 76:71-Sieg in Heidelberg war ein hartes Stück Arbeit, NN-Redakteur Sebastian Gloser und Airtango-Kommentator Reinhard Wörlein erklären, was diesmal den Unterschied gemacht hat. Außerdem haben die Kollegen aus Heidelberg dankenswerterweise noch eine Slapstick-Einlage beigesteuert. Wir wünschen gute Besserung!

Gepostet von Nordbayern Sport am Samstag, 27. April 2019

 

Punkteverteilung Nürnberg Falcons: Oehle 20 Pts., Kent 18 Pts., Pongó 12 Pts., Wainright 10 Pts., Haßfurther & Parker je 5 Pts., Omuvwie 3 Pts., Sanders 2 Pts., Schröder 1 Pt., Gahlert & Maier DNP

Key-Stats Nürnberg Falcons: Offensiv-Rebounds 4 (-3), Defensiv-Rebounds 31 (+6), Assists 22 (+6), Steals 3 (+/-0), Turnover 15 (+7), Blocks 2 (-1), Fouls 22 (+1)