Nürnberg Falcons steigen als Vize-Meister in die BBL auf

Nürnberg Falcons steigen als Vize-Meister in die BBL auf

Nürnberg/Hamburg – Die Nürnberg Falcons sind Vize-Meister 2018/2019 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Nach dem 90:87-Sieg im ersten Finale gegen die Hamburg Towers, verloren die Mittelfranken Spiel 2 in Hamburg am Samstagabend mit 99:94 (49:44). Zwischenzeitlich lag das Team von Ralph Junge mit über 15 Punkten zurück, lieferte in der Schlussphase aber einen fantastischen Fight, der am Ende leider nicht belohnt werden sollte. Gemeinsam mit den Towers geht es nun in die easyCredit BBL.

Wie auch in Spiel 1 begann Nürnberg mit Marcell Pongó, Nils Haßfurther, Jackson Kent, Ishmail Wainright und Robert Oehle. Die Halle in Hamburg war ausverkauft und keines der beiden Teams brauchte lange, um ins Spiel zu kommen. Während die Towers sehr spektakulär abschlossen, entstanden die ersten Falcons-Punkte vor allem aus grundsoliden Plays. Nach einem Dreier von Beau Beech musste Nürnbergs Trainer Ralph Junge dennoch eine Auszeit nehmen (10:6) – eine gute Entscheidung, denn schon beim nächsten Angriff konnte Nils Haßfurther auf 10:8 verkürzen. Sebastian Schröder schloss wenig später einen Fastbreak zum 10:10 erfolgreich ab. Nach fünf Spielminuten stand dennoch eine 15:10-Führung zu Gunsten der Hansestädter zu Buche. Danach war Nürnberg die tonangebende Mannschaft und konnte kontern und 17:21 in Front gehen. Es war ein unterhaltsames erstes Viertel, das die Falcons mit einer 28:29-Führung abschlossen. 

Towers-Run in zweiten Viertel 

Durchgang 2 begann mit einem Sanders-Dreier (28:32), gefolgt von einer Towers-Auszeit. Jackson Kent, der im ersten Viertel nach einem Sturz früh ausgewechselt werden musste, traf nach 12 Spielminuten zum 30:35. Nürnberg spielte stark und als Team, was sich nicht zuletzt beim 32:39 durch Ish Wainright zeigte, der durch Marcell Pongó herrlich in Szene gesetzt wurde. Die Towers konnten im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit vor allem an der Linie Punkten, was auch Sebastian Schröder gelang, der nach 29 Spielminuten wieder auf 42:44 stellte. Zum Ärger von Ralph Junge und Vytautas Buzas kassierten die Falcons aber im Gegenzug den 44:44-Ausgleich durch Hrvojie Kovacevic. Auch die nächsten fünf Punkte gingen auf das Towers-Konto, was eine 49:44-Pausenführung für die Gastgeber bedeutete. 

Nürnberg Falcons verlieren Zugriff auf das Spiel 

Zur zweiten Hälfte kamen die Towers besser und mit mehr Energie aus der Kabine als ihre mittelfränkischen Gäste. Immer wieder waren die Spieler von Ralph Junge einen oder zwei Schritte zu spät dran und so erspielte sich Hamburg nach 24 Minuten eine 12 Punkte-Führung (58:46). Der Spielfluss auf beiden Seiten geriet in der Folgezeit zunehmend ins Stocken, doch immerhin konnte Nürnberg Mitte des zweiten Viertels auf 58:50 verkürzen – auch ohne Robert Oehle, der mit vier Fouls erst einmal auf der Bank Platz nehmen musste. Die Towers trafen indessen sicher aus der Distanz und gingen mit einer 77:68-Führung in den Schlussabschnitt. 

Ohne 3 und Glück in den entscheidenden Minuten

Hier kassierte Jackson Kent früh sein zweites technisches Foul an diesem Abend und musste duschen gehen. Ironie des Schicksals, war es doch der Mann mit der 34, der in Spiel 1 im letzten Viertel als einziger Nürnberger Starter noch auf dem Feld stand. So mussten es die anderen Falken richten. Die Crunch-Time begann und hier wurde  auch dieses Finale zum Krimi. Sechs Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit lagen die Falcons noch mit 84:78 zurück. Wenig später war dann auch Robert Oehle raus und da traf es sich ganz gut, dass Nils Haßfurther von außen erfolgreich war und dabei noch gefoult wurde. Der 19-Jährige verkürzte auf 90:86. Carlton Guyton stellte im direkten Gegenzug von der Linie wieder auf 92:86 und nach dem fünften Foul von Marvin Omuvwie verwandelte der US-Amerikaner erneut beide Freiwürfe (94:86). Die Falcons kämpften sich noch einmal heran, am Ende sollte es aber nicht sein und Hamburg gewann mit 99:94. Damit sind die Towers Meister 2018/2019. Die Nürnberg Falcons sind stolzer Vize-Meister. Wer hätte das vor der Saison gedacht? 

Ralph Junge: „Die Freude wird überwiegen“ 

„Wir können sehr stolz auf das Erreichte sein. Logischerweise tut diese Niederlage heute sehr weh, mit ein bisschen Abstand wird aber die Freude über diese grandiose Spielzeit überwiegen. Dass wir uns heute am Ende mit diesem Lineup noch einmal herangekämpft haben, verdient Respekt und Anerkennung. Den Hamburg Towers gratulieren wir sehr herzlich zur Meisterschaft“, so Falcons Head Coach Ralph Junge nach der Medaillenübergabe. Die ausführlichen Stats gibt es hier.

Punkteverteilung Nürnberg Falcons BC: Pongó 16 Pts., Wainright & Kent 14 Pts., Oehle 13 Pts., Haßfurther 10 Pts., Omuvwie 9 Pts., Sanders 8 Pts., Schröder & Parker je 5 Pts., Maier & Gahlert DNP

Key-Stats Nürnberg Falcons BC: Offensiv-Rebounds 10 (+2), Defensiv-Rebounds 26 (+2), Assists 12 (-8), Steals 3 (-3), Turnover 17 (+5), Blocks 2 (-1), Fouls  25 (-6)

(Foto by Christoph Worsch / 2. Basketball-Bundesliga GmbH)