Nürnberg Falcons verpassen Kür gegen Bremerhaven

Nürnberg Falcons verpassen Kür gegen Bremerhaven

Bremerhaven/Nürnberg – Kein Happy End für die Nürnberg Falcons in Bremerhaven. Im zweiten Teil des Doppelspieltags in der BARMER 2. Basketball Bundesliga mussten sich die Mittelfranken am Sonntagabend den Eisbären Bremerhaven mit 86:78 (39:46) geschlagen geben. Lange Zeit hielt das Team von Ralph Junge den BBL-Absteiger dank einer couragierten Leistung auf Distanz, musste dann im Schlussviertel jedoch abreißen lassen, da Kraft und Konzentration nachließen. Die Falcons beenden den Doppelspieltag somit mit einem Sieg und einer Niederlage.

Beide Mannschaften waren am Freitag siegreich und gingen mit Rückenwind in die Partie am 20. Spieltag der ProA. Die Falcons begannen mit Matthew Meredith, Duane Wilson, Stephan Haukohl, Moritz Sanders und Jonathan Maier und erzielten den ersten Korb des Abends (0:2). Kasey Hill glich von der Linie aus und nach zwei schnellen Ballverlusten der Gäste führten die Eisbären mit 6:2. Duane Wilson traf auf der Gegenseite mit seinem ersten Wurfversuch zum 6:5-Anschluss, gefolgt von Jonathan Maiers Hook zum 6:7. Doch erneut waren es Falken-Turnover, die den Gastgebern das Spiel leicht und Ralph Junge das Leben schwer machten – Auszeit Nürnberg nach fünf Spielminuten beim Stand von 14:7. Das 14:9 durch Stephan Haukohl war zwar ein gutes Zeichen, doch die Heimmannschaft blieb weiter am Drücker und erhöhte auf neun Punkte (18:9). Umso wichtiger war das anschließende 4 Punkt-Spiel von Falcons-Kapitän Sebastian Schröder (18:13). Dieser konnte den Run der Norddeutschen aber nur kurzzeitig stoppen, schon bald zweistellig führten (23:13). Gegen Ende des ersten Viertels gelang es Nürnberg aber, den Rückstand auf 25:17 zu verkürzen.

Nürnberg Falcons mit Oberwasser

Im zweiten Durchgang traten die Falcons engagierter und konzentrierter auf. Gleichzeitig leisteten sich die Eisbären jetzt mehrere Ballverluste, woraus Nürnberg ein ums andere Mal Kapital schlagen konnte. Defensiv standen die Falken gut, machten Druck auf den ballführenden Spieler und konnten so fünfeinhalb Minuten vor der Pause in Person von Duane Wilson ausgleichen (29:29). Moritz Sanders markierte von der Linie die erste Nürnberger Führung und nach einem schönen Fastbreak konnte Duane Wilson wenig später sogar auf 31:34 erhöhen. Zwar konterten die Eisbären, doch Nürnberg schien nun die Kontrolle über die Begegnung zu haben. Diese behielten sie auch und erspielten sich so bis zur Pause ein kleines Polster (39:46) – zur Freude der mitgereisten Schlachtenbummler.

Partie kippt – Falken-Comeback scheitert

Nach dem Seitenwechsel hielt die Falken-Führung zunächst. Doch an das starke zweite Viertel konnte Nürnberg nicht anknüpfen. In einer nun sehr unruhigen und von vielen Unterbrechungen geprägten Partie, kämpfte sich die Mannschaft von Michael Mai Punkt um Punkt heran. Nach 25 Spielminuten gelang der Ausgleich (52:52) und da nun auch die Fans der Gastgeber auf sich aufmerksam machten, lief die Begegnung Gefahr zu kippen. Dies geschah dann auch, weil die Mittelfranken ihre Gegner ein ums andere Mal zu einfachen Punkten einluden. So ging es beim Stand von 67:61 in den Schlussabschnitt. Hier bewiesen die Falken viel Herz, kämpften, kamen mehrmals in Schlagdistanz, ließen dann aber beispielsweise Joshua Braun zweimal sträflich offen, der dies mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen innerhalb von nur 60 Sekunden bestrafte und auf 78:69 stellte. Ralph Junge bat zur Auszeit und machte darin seinem Unmut über die Fehler an beiden Enden des Feldes Luft. Zu diesem Zeitpunkt waren noch über fünf Minuten zu spielen und so lebte die Hoffnung bei den tapferen Fans aus Nürnberg weiter. Der ProA-Vizemeister warf alles in die Waagschale und kam zweieinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit noch einmal auf 82:78 heran. Doch ein völlig uncontesteter Dunk von Kasey Hill beendete krachend den Nürnberger Comeback-Versuch. Am Ende scheiterte man knapp an der Kür und an den Eisbären Bremerhaven, die mit 86:78 auch das zweite Duell in dieser Saison für sich entschieden. Die Nürnberg Falcons liegen damit nun auf Tabellenplatz 5, werden sich in der kommenden Woche aufgrund des drohenden Punktabzuges aber wohl außerhalb der Playoff-Plätze einordnen müssen. Ihr nächstes Spiel bestreiten die Mittelfranken am Sonntag, den 19. Januar in Heidelberg. Die ausführlichen Stats gibt es hier.

Punkteverteilung Nürnberg Falcons: Wilson 24 Pts., Haukohl 15 Pts., Schröder & Kent je 9 Pts., Sanders & Maier je 7 Pts., Daubner 5 Pts., Meredith 2 Pts., Feuerpfeil & Lee je 0 Pts.

Key-Stats Nürnberg Falcons: Offensiv-Rebounds 12 (+/-0), Defensiv-Rebounds 24 (+4), Assists 11 8-5), Steals 8 (-4), Turnover 22 (+4), Blocks 3 (-1), Fouls 23 (+3)

(Foto by Sportfoto Zink)