Wichtiger Heimsieg gegen Hagen

Wichtiger Heimsieg gegen Hagen

Nürnberg – Zweiter Sieg im vierten Saisonspiel für die Nürnberg Falcons. In der ersten von zwei Partien an diesem Wochenende konnten Nürnbergs beste Basketballer die Mannschaft von Phoenix Hagen nach rasanten und intensiven 40 Spielminuten mit 95:83 (51:56) in die Knie zwingen. Den Grundstein für den zweiten Heimsieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga legten die Mittelfranken durch eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause – insbesondere in der Verteidigung. Schon am Sonntag kommt Bremerhaven nach Nürnberg. 

Nach zwei Niederlagen gegen Heidelberg und Rostock durften die Nürnberg Falcons am Freitagabend endlich wieder jubeln. Bis es aber soweit war, musste die Mannschaft von Head Coach Ralph Junge gegen Phoenix Hagen Schwerstarbeit verrichten. Nürnbergs Trainer stellte in der ersten Fünf um und brachte Manuel Feuerpfeil anstelle von Martin Bogdanov von Beginn an. Nürnberg kam gut in die Partie und führte durch Körbe von Moritz Sanders und Marcell Pongó nach 90 Sekunden mit 6:0. Auf der Gegenseite war Joel Aminu auffälligster Akteur der Anfangsphase. Er initiierte die Gegenoffensive, die in einer 11:17-Führung der Gäste und einer Auszeit von Ralph Junge gipfelte. Hagen traf hochprozentig und ließ sich weder durch die Ausfälle von Dominik Spohr und Kyron Cartwright, noch die Quarantäne ihres Chef-Trainers tangieren. Bei den Falcons entschied man sich indessen, das hohe Hagener Tempo mitzugehen und kam so nach zehn Spielminuten wieder auf drei Punkte heran (23:26).

Klare Worte zeigen Wirkung 

Im zweiten Viertel lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, bei dem jedoch Phoenix Hagen unter dem Strich die Oberhand behalten sollte. Alex Nolte hatte das Team in Abwesenheit von Chris Harris hervorragend eingestellt. Nürnberg hielt offensiv gut mit, erlaubte den Feuervögeln in Halbzeit 1 aber insgesamt 56 Punkte und lag zur Pause mit 51:56 hinten. Ralph Junge war bedient. Seine Halbzeitansprache war entsprechend deutlich, fiel aber scheinbar auf fruchtbaren Boden. Denn fortan lief es besser in der Nürnberger Verteidigung. Hagen konnte nicht mehr so auftrumpfen wie noch vor dem Wechsel und die Falcons kamen nach 30 Spielminuten auf drei Zähler heran (66:69). 

„RUN NBG“ setzt sich durch

Die Entscheidung musste also im Schlussabschnitt fallen bzw. erzwungen werden. Und die Nürnberg Falcons waren gewillt, genau das zu tun. Dank einer guten Defense kam es immer wieder zu leichten Körben. Und musste mal ein schwerer her, waren unter anderem Martin Bogdanov oder Jackson Kent zur Stelle. Auch Philipp Daubner setzte immer wieder Nadelstiche und so kippte das Spiel Mitte des vierten Viertels. Nürnberg war nun obenauf und wollte sich den Sieg nun nicht mehr nehmen lassen. „RUN NBG“ war angesagt und erfolgreich. Am Ende gewannen die Nürnberg Falcons mit 95:83 – eine gelungene Generalprobe für das Kräftemessen mit den Eisbären Bremerhaven am Sonntag an selber Stelle. 

Respekt an Hagen, Sonntag kommt Bremerhaven

„Ich muss zuerst einmal Hagen Respekt zollen, wie sie heute hier auftreten sind nach der langen Quarantäne, ohne Head Coach und zwei Leistungsträger. Wir haben uns ihr Spiel aufdrücken lassen, anstatt selbst unseres zu spielen. 59 Punkte in einer Halbzeit, das ist eindeutig zu viel und das auch noch daheim. Nach dem Seitenwechsel hat dann die Intensität gestimmt und wir erlauben zweimal 13 Punkte. Diese Intensität müssen wir jede Woche zeigen, beziehungsweise gegen Bremerhaven bestätigen, eines der Top-Teams der Liga. Tip-off für das Duell mit den Eisbären ist am Sonntag, den 8. November um 17.00 Uhr. Die Partie gibt es LIVE auf sportdeutschland.tv. Die Stats zum Spiel gibt es hier.

Punkteverteilung Nürnberg Falcons: Kent 22 Pts., Daubner & Maier je 14 Pts., Pongó & Bogdanov je 13 Pts., Sanders 7 Pts., Fischer 5 Pts., Schröder 3 Pts., Feuerpfeil 2 Pts., Feneberg 0 Pts., Trummeter & Faatz DNP

Key-Stats Nürnberg Falcons: Offensiv-Rebounds 10 (-1), Defensiv-Rebounds 22 (+2), Assists 22 (+8), Steals 5 (+/-0), Turnover 12 (-5), Blocks 3 (+2), Fouls 23 (+6)

(Fotos by Sportfoto Zink)