Kalte Dusche in Bremerhaven für Nürnberg Falcons 

Kalte Dusche in Bremerhaven für Nürnberg Falcons 

Nürnberg/Bremerhaven – Die Nürnberg Falcons haben ihr Auswärtsspiel bei den Eisbären Bremerhaven mit 105:81 (53:43) verloren. Gegen den Tabellenachten konnten die Mittelfranken dabei nur streckenweise mithalten. Einmal mehr geriet die Mannschaft von Ralph Junge im ersten Viertel in Rückstand und kämpfte für den Rest des Spiels dagegen an. Im Schlussabschnitt mussten die Falcons dann ohne drei ihrer Leistungsträger auskommen und schließlich abreißen lassen. Das Team wird nun bis Dienstag in Bremerhaven bleiben und dann weiter nach Quakenbrück reisen zum Nachholspiel gegen die Artland Dragons. 

In weiser Voraussicht hatten sich die Nürnberg Falcons bereits am Samstag auf den Weg an die Nordsee gemacht. Dort trafen sie am Sonntagnachmittag auf die favorisierten Eisbären Bremerhaven. Aufgrund der Witterung begann die Partie im Trainingszentrum der Eisbären rund 15 Minuten später. Max Ugrai eröffnete die Begegnung mit einem erfolgreichen Distanzwurf (3:0). Marcell Pongó war mit Nürnbergs Antwort zur Stelle und markierte im Gegenzug das 3:2. Bremerhaven präsentierte sich offensivstark und extrem effizient. Dennoch konnten die Falcons dagegenhalten und in Person von Kapitän Schröder nach knapp vier Minuten erstmals in Führung gehen (11:13). Zum Leidwesen ihres Coaches konnten Nürnbergs Spieler diese aber nicht ausbauen. Stattdessen mussten die Gäste in den folgenden dreieinhalb Minuten einen 10:0-Run der Eisbären hinnehmen (21:13). Dieser schien die Mannen von Michael Mai zu beflügeln und so führten die Gastgeber nach zehn Spielminuten mit 30:21. 

Zu viel Durststrecken & Foul-Trouble 

Das zweite Viertel konnten die Nürnberg Falcons deutlich ausgeglichener gestalten. Dank einer guten Defensiv-Leistung und zielstrebiger Offensive, waren die Franken nun ebenbürtig. Insbesondere Tra Holder und Sebastian Schröder zeigten sich äußerst treffsicher. So endete das zweite Viertel mit 23:22 und Halbzeit 1 mit einer 10 Punkte-Führung der Eisbären (53:43). Die zweite Spielhälfte war  anfangs geprägt von vielen Fouls, was deutlich auf den Spielfluss und Rhythmus beider Teams drückte. Bremerhaven kam damit jedoch deutlich besser zurecht und traf die zahlreichen zugesprochenen Freiwürfe. Die Falcons, die früh Foulprobleme hatten, lieferten sich hingegen immer wieder mehrminütige Durststrecken. So konnten die Eisbären nach und nach auf 17 Punkte davonziehen. Erst in den letzen drei Spielminuten des dritten Viertels waren bei Nürnberg Spielfreude Zielstrebigkeit zurück. Und so konnte der Rückstand zur letzten Viertelpause wieder auf 13 Zähler verkleinert werden (75:62). 

Nürnberg Falcons dezimiert und geschlagen 

Die Entscheidung musste also im Schlussabschnitt fallen. Diesen eröffneten die Hausherren mit fünf schnellen Punkten durch Armani Moore und Joshua Braun (80:62). Doch Nürnberg ließ sich nicht entmutigen und kämpfte in der Folgezeit weiter gegen den Rückstand an. Fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit betrug dieser jedoch wieder 16 Zähler und langsam aber sicher lief den Falcons die Zeit davon. Auch mussten nach Moritz Sanders auch Jonathan Maier und Tra Holder mit ihrem jeweils fünften Foul auf der Bank Platz nehmen. Die Mittelfranken gaben sich aber nicht auf und warfen den Eisbären alles entgegen, was sie hatten. Doch diese präsentierten sich weiterhin eiskalt und knackten in Person von Kevin Yebo 100 Sekunden vor Schluss die 100 Punkte-Marke. Die Falken waren geschlagen und verloren am Ende deutlich mit 105:81. Die ausführlichen Stats gibt es hier.

Punkteverteilung Nürnberg Falcons: Holder 22 Pts., Schröder & Pongó je 17 Pts., Daubner 8 Pts., Kent  Pts., Kegler 4 Pts., Fischer, Feuerpfeil & Sanders je 2 Pts., Maier, Feneberg & Bogdanov je 0 Pts.

Key-Stats Nürnberg Falcons: Offensiv-Rebounds 7 (+/-0), Defensiv-Rebounds 17 (-5), Assists 17 (-5), Steals 8 (-2), Turnover 20 (+7), Blocks 1 (-2), Fouls 32 (+11)

(Fotos by Sven Peter / Eisbären Bremerhaven)